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Viele Menschen haben eine sehr enge Bindung zu ihrer Katze und lieben
sie als Freund und Hausgenossen. Sie ist ein fester Bestandteil ihres
Lebens. Sie gehört zur Familie und für manchen Menschen wird sie sogar
zum Lebensmittelpunkt.
Wir leben in der Illusion, es könne immer so
weitergehen. Aber das ist ein schmerzlicher Irrtum. Die Zeit, die wir
mit unseren schnurrenden Fellnasen verbringen, ist wie alles im Leben
nicht unendlich. So ist es leider auch natürlich, dass zu einem bestimmten
Zeitpunkt der Abschied von der geliebten Katze im Vordergrund stehen
wird. Die über längere Zeit gewachsene Beziehung wird dann häufig und
unerwartet durch bestimmte Ereignisse beendet. Aber auch eine längere
Krankheit, die die Möglichkeit der etwas besseren Vorbereitung auf das
Unvermeidliche bietet, hat ebenfalls am Ende Abschied und Tod zur Folge.
Der Tod des geliebten Tieres reißt ein großes
Loch ganz tief in uns. Der Schmerz ist so unendlich groß und es
scheint, als könnten nie wieder unbeschwerte und fröhliche Tage
kommen. Die Verzweifelung über den Verlust kann so groß sein, dass
manch einer selbst kaum weiterleben will. Wie kann man lernen, mit einem
solchen Verlust umzugehen und wie können wir den Tod derer, die wir
lieben akzeptieren?
Das Annehmen des Verlustes eines Tieres, das
wir lieben, ist mit eine der schwersten Aufgaben, die wir in unserem
Leben zu bewältigen haben. Wir müssen erkennen, dass wir nichts
festhalten können und dass es Dinge gibt, die sich unserer Kontrolle
entziehen, so verzweifelt wir auch versuchen mögen, Einfluss zu nehmen.
Abschied und Trauer sind Themen, die früher oder später auf jeden von
uns zukommen und wir müssen lernen, mit dem Schmerz umzugehen.
Es fällt schwer, anderen, die so etwas noch
nie erlebt haben oder gar kein Tier haben, zu erklären, wie es einem
geht. Meist stößt man auf Unverständnis oder vermeintlich
gute Ratschläge - wobei Ratschläge häufig auch nur Schläge sein
können: "Fürs Tier ist es doch gut so
gewesen" oder "Es musste nicht mehr leiden" oder "Es
war doch nur ein Tier" oder... oder... oder...
Doch so viel mehr als "nur"
ein Tier haben trauernde Tierhalter verloren. Es war ihr geliebter
Freund, der immer für sie da war und mit dem sie viele Monate oder
Jahre ihres Lebens verbracht haben. Ein treuer Lebensbegleiter über viele
Jahre, ein bester Freund, Vertrauter oder Seelengefährte, das alles und
noch vieles mehr kann das verstorbene Tier für den trauernden
Tierhalter bedeutet haben. Sein Verlust kann genau so belastend sein,
wie der Tod eines engen Familienmitglieds. Je stärker die Liebe zu dem verlorenen
Vierbeiner war, desto größer ist unser Schmerz beim Abschied.
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