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Viele Tierhalter haben das Bedürfnis, von ihrer toten oder sterbenden
Katze Abschied zu nehmen. Wenn die Katze eingeschläfert werden muss,
möchten sie bei ihr bleiben, bis alles vorüber ist. Die meisten
Tierärzte werden Ihnen erlauben, dabei zu sein. Falls nicht, werden Sie
das Tier später sehen dürfen oder sogar noch ein wenig Zeit mit ihm
verbringen können. Dann haben Sie Gelegenheit, in Ruhe von Ihrem geliebten Tier Abschied zu nehmen.
Nach Möglichkeit sollten Sie einen angemessenen Rahmen wählen, sich von Ihrer Katze zu verabschieden.
Eine Einschläferung sollten Sie möglichst in Ihren Armen vornehmen
lassen, so sind Sie bis zum letzten bewussten Atemzug Ihrer Katze bei ihr,
geben ihr Vertrauen und Sicherheit. Häufig ist auch Ihr persönlicher Tierarzt
bereit, zu Ihnen nach Hause zu kommen, und die Katze kann bis zuletzt in
der vertrauten Umgebung bleiben.
Sollten Sie noch die letzten Stunden
oder Tage mit Ihrer Katze verbringen können, nutzen Sie die Zeit zum
Reden und Schmusen. Reden Sie ruhig über Ihre gemeinsamen Erlebnisse
(auch über die, wo Sie mal im Unrecht waren). Verzeihen ist immer möglich,
und auch das Eingeständnis, dass Sie dieses kleine Wesen so unendlich lieben,
dass Sie gar nicht wissen, wie Sie ohne es zurechtkommen sollen. Ihre
Katze wird Sie verstehen. Auch wenn jetzt der Zeitpunkt des
Abschieds ist, fühlt und teilt sie Ihre Liebe.
Sollte Ihr Liebling bereits verstorben sein, können
Sie all die Sachen, die Sie ihm noch gerne gesagt hätten, immer noch
sagen: in Ihrem Herzen, Ihren Gedanken oder an seinem Grab. Gerade wenn
zu dem Schmerz um den Verlust auch noch der Schock eines plötzlichen
Todes kommt, ist dieser nachträgliche Abschied sehr wichtig.
Abschiedsrituale können dazu beitragen, das
Geschehene zu verarbeiten und Ihrer Liebe und Ihren Gefühlen Ausdruck
zu verleihen. Sie können einen Platz in Ihrem zu Hause gestalten, um
bewusst Abschied zu nehmen. Legen Sie Ihre Katze (oder ihr
schönstes Bild) auf ihre Kuscheldecke oder ihr Lieblingskissen, legen
Sie Blumen dazu, ihr Lieblingsspielzeug, zünden Sie Kerzen an, suchen
Sie Musik aus, die Sie gerne mögen. Streicheln Sie Ihre Katze, reden Sie
mit ihr, weinen Sie, lachen Sie - tun Sie das, wonach Ihnen gerade ist.
Alles, was sich für Sie gut anfühlt und Ihnen hilft, den Abschied
erträglicher zu machen, ist erlaubt.
Finden Sie ein ganz persönliches Ritual, mit dem Sie sich
verabschieden wollen. Vielleicht möchten Sie einen Abschiedsbrief an Ihren
verstorbenen Liebling schreiben und den dann ganz bewusst verbrennen
oder an einen Ballon binden und in den Himmel schicken. Vielleicht möchten
Sie etwas, das zu Ihrer verstorbenen Katze gehörte, nehmen und an einem
ganz besonderen Ort vergraben. Vielleicht gestalten Sie auch ein
spezielles Foto- und Erinnerungsalbum, durch das Sie Ihre Beziehung zu
Ihrer verstorbenen Katze noch einmal bewusst erleben und durcharbeiten.
Wählen Sie etwas, bei dem Sie spüren, dass es für Sie stimmt. Wie
kitschig es auch immer sein mag - tun Sie, wonach Ihnen ist. Tun Sie es
bewusst und lassen Sie den Schmerz zu. Machen Sie sich aber auch immer
klar, dass es um das Loslassen und Verabschieden geht. Inszenieren Sie
den Abschied auf Ihre ganz persönliche Art.
Sie können versuchen, Ihren vierbeinigen Freund in Ihren Gedanken zu
spüren, um so einen Weg zu Ihrer Trauer zu finden.
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