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Jeder Mensch, der seine geliebte Katze verloren hat, empfindet
seine Trauer als einzigartig und ist der Meinung, dass niemand ihn
wirklich verstehen kann. Doch es gibt verschiedene Phasen der Trauer und
des Schmerzes, die jeder Mensch durchmacht, wenn auch nicht unbedingt in
der gleichen Reihenfolge oder Intensität. Die Phasen des
Trauerprozesses müssen nicht einzeln auftreten, sondern können sich
mitunter auch überlagern. Es gibt Menschen, die über eine von ihnen
nicht hinaus kommen oder in eine bereits überwunden geglaubte wieder
zurück fallen. Den gesamten Trauerprozess zu bewältigen kann eine
lange Zeit in Anspruch nehmen und es ist vollkommen normal, dass es
Fortschritte und Rückschritte gibt.
Schock
Unmittelbar nach dem schmerzlichen Verlust der Katze fühlen sich viele
Menschen erst einmal wie betäubt. Man kann keinen klaren Gedanken
fassen und weiß nicht, was man machen soll. Man denkt, das ganze sei
ein Alptraum und man müsse jeden Moment aufwachen. Man kann es einfach
nicht akzeptieren und die Worte "tot" oder
"gestorben" kommen einem nur schwer oder gar nicht über die
Lippen. Bei einem plötzlichen und unvermuteten Verlust ist es besonders
schwer, sich mit dem Geschehenen abzufinden.
Schmerzhafte Gefühle
Wenn der Schock überwunden ist wird einem klar, dass das Geschehene
bittere Realität ist und das die geliebte Katze wirklich tot ist. Es
treten heftige Trauer- und Sehnsuchtsgefühle und tiefe
Neidergeschlagenheit auf, die sogar körperlich schmerzhaft sein
können. Viele Tierhalter weinen so viel, dass ihre Augen total geschwollen sind. Man sollte trotzdem versuchen, eine Art Routine im
Alltag aufrecht zu erhalten, auch wenn man das Gefühl hat, durch die
Hölle zu gehen. Für viele Menschen ist es sinnvoll, sich einige Tage
Urlaub zu nehmen. Wie lange diese Phase anhält hängt davon ab, wie eng
die Bindung an die Katze war und wie lange man mit ihr zusammengelebt
hat.
Wut
Es kann ebenso passieren, dass man wütend wird. Auf den Tierarzt, weil
man findet, er habe nicht genug getan, auch wenn man weiß, dass nichts
mehr getan werden konnte. Auf sich selbst, weil man die Krankheit hätte
eher erkennen müssen, auch wenn es keine Anzeichen gab, oder weil man
die Katze nicht hätte rauslassen dürfen. Vielleicht sogar auf die
Katze selbst, weil sie sie verlassen hat. Wut hat nichts mit Logik zu
tun und lässt sich auch nur schwer steuern. Sie ist einfach eine
Reaktion auf die Situation und als diese sollte man sie auch
ansehen.
Schuldgefühle
Fast alle trauernden Tierbesitzer machen sich irgendwelche Vorwürfe
oder bedauern etwas, das sie getan oder nicht getan haben. Auch wenn es
in den letzten Stunden oder Tagen nichts gibt, warum man sich Vorwürfe
machen kann, finden viele Menschen in der Vergangenheit etwas, das sie
sich vorwerfen können. Schuldgefühle können auch entstehen wegen dem
Zeitpunkt der Einschläferung oder weil man bei der Einschläferung oder
dem Sterben des Tieres nicht anwesend war oder wegen einer Mitschuld am
Tod der Katze. Schuldgefühle sind ein normaler Bestandteil des Trauerprozesses.
Intensive Beschäftigung
Nach dem schmerzhaften Verlust beschäftigen sich die meisten trauernden
Menschen unaufhörlich in Gedanken mit ihrer verstorbenen Katze.
Ständig kreisen die Gedanken darum, was man nun nie mehr gemeinsam mit
ihr erleben kann. Auf was man nun alles verzichten muss und wie sehr sie
einem fehlt. Auch wenn schon einige Zeit vergangen ist, beschäftigen
sich viele Menschen noch in Gedanken mit ihrer Katze, weil sie Angst
haben, sich vielleicht irgendwann nicht mehr genau an sie erinnern zu
können und die Erinnerung zu verlieren.
Ergebung
Wenn einige Zeit vergangen ist - es gibt keine Regel wie lange - hat man
die Phasen des Schocks, der Wut, der Schuldgefühle und der
Niedergeschlagenheit überstanden. Die Zeit heilt wunden, wie es so
schön heißt, und zurück bleibt eine Narbe. Man kann nun auch wieder
über die geliebte Katze sprechen ohne gleich in Tränen auszubrechen.
In den Tagen und Wochen nach dem Tod der geliebten Katze kann man sich
oft nicht vorstellen, je wieder glücklich zu sein, aber irgendwann wird
man merken, dass der Schmerz nur noch sehr klein und die glücklichen
Erinnerungen dafür sehr groß geworden sind.
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