Erst einmal wird einen Menschen, der seine geliebte Katze verloren hat,
nichts wirklich trösten können. Der Verlust des geliebten Tieres ist
extrem belastend. Es ist absolut normal, dass man sich in den ersten
Tagen und vielleicht sogar Wochen nach dem Verlust der geliebten Katze
deprimiert und eventuell sogar körperlich krank fühlt. Hierzu können
Weinen, Lustlosigkeit, Schlaflosigkeit, Appetitverlust, Verzweiflung,
Kopfschmerzen und Müdigkeit gehören. Manche trauernden Tierhalter
ziehen sich auch erst einmal von ihrer Umwelt zurück. Diese Symptome
sind völlig normal und werden mit der Zeit weniger. Nach und nach
werden sie ganz abklingen. Es ist wichtig zu wissen, dass es vor allem
Zeit braucht - Zeit zu trauern, Zeit zu verarbeiten und Zeit um darüber
hinweg zu kommen.
1. Es ist wichtig, dass Sie über Ihren Verlust und Ihre Gefühle
sprechen oder schreiben. Wenn Sie Ihre Trauer nicht ausdrücken können
oder sogar verdrängen, verlängert dies den Trauervorgang und kann
sogar zu einer Depression führen. Die Worte von Menschen, die
ähnliches durchmachen oder durchgemacht haben, können Sie vielleicht
trösten. Sie merken, dass Sie nicht alleine sind und das andere
Menschen ähnlichen Schmerz durchmachen. Sollten Sie niemanden haben,
der Ihren Kummer verstehen kann oder gehören Sie zu den Menschen, die
ungern über ihre Gefühle sprechen, gibt es im Internet Foren, in denen
es speziell um den Verlust eines geliebten Tieres geht. Hier seien nur
einige aufgeführt:
2. Nehmen Sie all Ihre Gefühle an. Wenn Sie weinen müssen, tun Sie
es. Wenn Sie schreien wollen, tun Sie es. Einfach alle Gefühle
rauszulassen und auszuleben kann sehr befreiend sein und viele Menschen
fühlen sich danach ein wenig besser.
3. Versuchen Sie möglichst Stress und Ärger zu vermeiden. Der
Trauerprozess kostet Sie schon verdammt viel Kraft, umso wichtiger ist
es, dass Sie sich Ruhe und Entspannung gönnen, damit Sie wieder neue
Energie schöpfen können. Hören Sie auf Ihre innere Stimme und tun Sie
alles, was Ihnen gut tut. Seien Sie vor allem liebevoll und nachsichtig
zu sich selbst und finden Sie einmal systematisch heraus, was Sie trösten
kann.
4. Finden Sie Wege und Möglichkeiten, mit denen Sie Ihren Schmerz,
Ihre Gefühle und Gedanken ausdrücken können. Legen Sie z.B. ein schönes Album für Ihren verstorbenen Liebling an.
Kleben Sie Fotos hinein, schreiben Sie Gedichte, Geschichten, malen oder
zeichnen Sie. Drücken Sie Ihre Emotionen kreativ aus, das kann sehr befreiend
wirken und es hilft Ihnen, sich mit Ihrer Trauer auseinander zu
setzen. Finden Sie in jedem Fall einen Weg, durch den Sie das, was
in Ihnen ist, herauslassen können. Was Sie dauerhaft unterdrücken,
macht krank.
5. Wenn Sie Ihr Tier beerdigen konnten, gestalten Sie das Grab ganz
nach Ihren Vorstellungen. Stellen Sie eine Kerze auf, pflanzen Sie Ihre
Lieblingsblumen, reden Sie mit Ihrer Katze, wenn es Ihnen gut tut. Geben
Sie Ihrer Katze ein virtuelles Grab. Viele trauernde Tierhalter tröstet
es, ihr verstorbenes Tier immer an einer Stelle besuchen zu können,
auch wenn es nur eine Stelle im Internet ist. Besonders tröstend
ist es für Tierhalter, die kein richtiges Grab haben, an dem sie ihr
verstorbenes Tier besuchen und seiner gedenken können.
6. Wenn Sie zum Gedenken Ihres verstorbenen Lieblings einen kleinen
Platz in Ihrem zu Hause einrichten wollen, tun Sie es. Stellen Sie ein
schönes Foto auf, legen Sie das Lieblingsspielzeug Ihrer Katze hinzu,
vielleicht haben Sie auch eine Urne, der Sie einen ganz besonderen Platz
widmen möchten.
7. Versuchen Sie dankbar zu sein. Ihre geliebte Katze ist gestorben,
aber Sie hatten so unendlich viel Glück, sie gekannt zu haben, ihre
Liebe und Zuneigung gespürt zu haben, so viele schöne Momente zusammen
erlebt zu haben. Seien Sie dankbar für die schöne Zeit, die Sie mit
ihr zusammen hatten. Keiner kann Ihnen die Erinnerung an diese schöne
Zeit mehr nehmen. Die Erinnerung ist ein wertvoller Schatz, der Sie
nun trösten kann.
8. Auch wenn es für manchen sicherlich unverständlich ist, wenn man
sich nach dem Tod der geliebten Katze schon bald nach einem neuen
vierbeinigen Gefährten umschaut, so ist dies doch eine Maßnahme, die
den meisten trauernden Tierhaltern durchaus über den Verlust
hinweghelfen, vom Schmerz ablenken und Trost geben kann.