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Sommer 1995 |
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Hallo mein Liebling, es war im Sommer 2000 als wir dich aus dem Tierheim holten. Du warst laut dortiger Aussage ca. 5 Jahre alt und man wusste deinen Namen nicht. Du solltest von uns aus Stöpsel heißen, hast aber darauf überhaupt nicht reagiert. Durch Zufall sagte ich zu dir Baby und du hast dich darüber gefreut, da wussten wir deinen Namen. Du warst so schüchtern und bist die ersten vier Wochen auf dem Bauch durch die Wohnung gekrochen. Wir hatten uns immer mehr angefreundet und peng war es Liebe. Es entwickelte sich eine intensive Liebe und wir wurden unzertrennlich. Natürlich hattest du auch Papa lieb, aber mich mehr. Das war nun so, du hast immer auf Papas Füße geachtet, aber du weißt mein Schatz Papa hat dir nie etwas getan, auch er hat dich sehr geliebt. |
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| Wir hatten so viel Freude und Spaß. Wenn ich mit dir gesprochen habe hast du immer genickt, als ob du mich verstehst. Wir hatten uns immer viel zu sagen. Du konntest stundenlang schmusen, es wurde dir nie zu viel. Auf dem Sofa hattest du mir immer den Platz geklaut, das fand ich niedlich und wir haben uns Nacht für Nacht das Kopfkissen geteilt. Naja, du hattest es immer für dich. Dann sollte leider alles anders kommen. Im Februar wurdest du krank. Eigentlich hattest du dich nur übergeben müssen, das war ja des Öfteren bei dir. Du hattest immer einen empfindlichen Magen, aber diesmal war es anders, du wolltest deine Ruhe haben. Wir haben einen Tag abgewartet, aber es wurde nicht besser. |
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| Papa ist mit dir zum Tierarzt. Er meinte Magenverstimmung. Du bekamst Medikamente, aber es wurde nicht besser. Dein kleiner Magen machte schlimme Geräusche. Der Tierarzt meinte du solltest eine Nacht bei ihm bleiben zur Beobachtung. Am nächsten Tag wurde uns gesagt, dass sich dein Zustand verschlechtert hat und die Medikamente nicht angeschlagen hatten. Am Donnerstag, den 26.02.09 wurde eine Not-OP bei dir durchgeführt. Man hatte dir deinen kleinen Bauch aufgeschnitten, du warst voller Gase und Bakterien, wo wir bis heute noch nicht wissen woher überhaupt, selbst der Tierarzt wusste es nicht. Ich habe gebetet und gebetet. Zum Glück hast du die OP gut überstanden, aber du solltest noch einige Tage zur Überwachung in der Klinik bleiben. Am Montag, den 02.03.09 durften wir dich mein Liebling wieder nach Hause holen. | |
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Wir waren so glücklich uns gegenseitig zu sehen. Von nun an bekamst du in den nächsten vier Tagen Aufbauspritzen und machtest einen großen Fortschritt. Wir waren einfach glücklich. Am Sonntag, den 08.03.09 wurden die Fäden gezogen und deine Tüte, so wie wir dich in dieser Zeit liebevoll nannten, entfernt. Du hast dich ausgiebig gekratzt und geputzt, du hast dich gestreckt und gingst an deinen Kratzbaum. Am Dienstag, den 10.03.09 gabst du mir ein Zeichen. Du miautest laut und wolltest, dass ich mich schnell hinsetze. Du kamst nur kurz auf meinen Schoss, ich habe dich ganz zärtlich gestreichelt, doch schon dies schien dir weh zu tun. |
| Du machtest eigenartige Geräusche, die ich noch nie von dir gehört habe. Der Tierarzt meinte, du müsstest wieder dort bleiben. Dein Zustand hat sich von Stunde zu Stunde verschlechtert. Uns wurde am nächsten Tag gesagt, du hättest dich selbst aufgegeben, da du nichts mehr gegessen und getrunken hast und dann kam Freitag, der 13.03.09. Es gab keine Hoffnung mehr, es wurde alles Erdenkliche getan. Als ich dich dort sah schnürte es mir die Kehle zu. Du kamst noch einmal auf meinen Arm und ich hab dich ganz fest an mein Herz gedrückt. Der Tierarzt war am reden und reden, ich war wie betäubt, wäre am liebsten mit dir weggelaufen, aber das wäre keine Liebe. Ich habe nur geweint. Um 16.18 Uhr bekamst du die letzte Spritze. Ich hätte fast geschrieen und dachte ich bekäme keine Luft mehr. Um 16.20 Uhr hat dein kleines Herz für immer aufgehört zu schlagen. Ich habe dich immer weiter gestreichelt. | |
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Der Tierarzt meinte, das wäre für dich
das Beste gewesen. Natürlich hatte er Recht, du solltest dich nicht
länger quälen, aber es tat so weh und es bleibt für immer das große
warum und wodurch, denn wir werden nie wissen was genau du hattest.
Ich hoffe, da wo du jetzt bist, hast du es gut mein Liebling. Du
bist ganz tief in meinem Herzen.
Wir werden dich nie vergessen. …unser Junge, unser Mädchen, unsere Tüte... |