Felix

09.05.1998
bis 21.07.2006
in Göllheim

 

 

Für unseren geliebten Felix

Lange wollte ich schon einen süßen knuddeligen Kater haben. Im August 1998 hatte ich es dann endlich geschafft meine Mama von einem Kater zu überzeugen. Mein Vater war allerdings sofort einverstanden. Also fuhren meine Großeltern und ich zu einem Bauernhof und holten dich. Unseren Felix. Du sahst nicht sehr gepflegt aus, da du von einem Bauernhof kamst. Doch nach kurzer Zeit hatten wir dich aufgepäppelt und du sahst wie ein richtiger hübscher Hauskater aus. Als wir dann endlich Zuhause waren und du dein Heim begutachten durftest, dauerte es nicht lange, bis meine Oma die Tür offen lies und du einfach abgehauen bist. Es war nun mal eben alles sehr fremd für dich.

Ein paar Minuten später klingelte es an der Tür und unsere Nachbarn sagten, dass sie seltsame Geräusche in ihrer Garage hören. Mein Vater schaute nach und fand unseren kleinen Stromer zwischen Schubkarren und Holzspänen. Heil brachte er ihn wieder zu uns ins Haus. Von da an begann für uns alle eine wunderschöne Zeit, die auch Höhen und Tiefen mit sich brachten. Nachts bist du immer zu uns ins Schlafzimmer gekrochen und hast dich press auf unsere Beine gelegt. Wir wollten schlafen, doch du hast dich erst mal eine halbe Stunde abgeleckt und dann noch eine halbe Stunde geschnurrt. Das sind Dinge, die wir sehr vermissen. Daran haben wir uns so sehr gewöhnt. Man merkt erst, wie sehr man jemanden liebt, wenn er nicht mehr da ist...

Wir hatten immer so viel Spaß zusammen. Erinnerst du dich noch, wie du dich immer zu uns gekuschelt hast? Wir hatten im Winter niemals kalt, weil du immer bei uns warst und uns deine Wärme geschenkt hast. Wir vermissen das Kuscheln mit dir so sehr. Im Sommer, wie wir im Garten waren und uns gesonnt haben, hast du auch gerne auf deinem Lieblingsplatz die Sonne auf den Bauch scheinen lassen.

Doch im Sommer 2006 war diese schöne und unvergessliche Zeit leider vorbei. Wir konnten es nicht wahrhaben. Es schien wirklich so, als würde diese Zeit mit dir niemals enden. Doch dann holte uns das Schicksal wieder ein. Wir mussten uns von dir verabschieden.

Im Dezember 2005 bemerkten wir kleine Knubbel in deinem Nacken. Diese wurden von Tag zu Tag größer. Die Diagnose lautete: Fibrosarkomtumor. Wir sahen keine andere Möglichkeit, als dich am 19. Januar operieren zu lassen. Wir hatten große Hoffnung, dass du wieder gesund wirst. Die Operation verlief gut und du hattest dich sehr bald erholt. Doch noch keine zwei Monate später spürte man die kleinen Knubbel schon wieder. Nun hieß es, entweder ein weiteres Mal operieren oder abwarten. Wir wollten dir nicht noch einmal solche Schmerzen zufügen. Diese Fläche auf deinem Rücken, wo der Tumor entfernt worden war, war so groß wie eine Hand. Deswegen warteten wir ab. Gegen Juni war der Tumor so groß wie ein Tennisball. Von Tag zu Tag wurdest du schwächer.

Am 21. Juli 2006 ließen wir dich Zuhause von deinen Qualen erlösen. Mein Freund Christoffer und ich verabschiedeten uns von dir und Mama war dabei als du eingeschläfert wurdest. Sie blieb bei dir und streichelte dich, bis du endlich von deinem Leiden erlöst warst. Gegen 15.55 Uhr bist du friedlich eingeschlafen. Wir denken, du warst sehr erleichtert, dass in dieser schweren Stunde meine Mama bei dir war. Sie hat dir Mut zugesprochen und dich getröstet. Du warst nicht alleine. In diesem Moment haben wir alle für dich gebetet. Du warst das liebste und herzlichste Geschöpf auf der ganzen Welt. In Liebe haben wir dich aufgenommen und in Liebe lassen wir dich gehen...

Du hast nun eine Gedenkstätte in unserem Garten an deinem Lieblingsplatz. Dein Grab ist mit kleinen weißen Steinchen als Herzform verziert. Und in der Mitte steht eine kleine Katzenfigur mit deinem Halsband. Wir werden jedes Mal sehr traurig, wenn wir dein Grab besuchen. Du fehlst uns so sehr! Dieses Gefühl können wir gar nicht beschreiben. Du bist uns so sehr ans Herz gewachsen.

In stiller Trauer senden wir dir viele kleine Nasenstupser und hoffen, dass es dir gut geht und das du keine Schmerzen mehr hast. Du alleine warst das Beste in unserem Leben was uns jemals passiert ist. Bald werden wir uns bestimmt wieder sehen. Darauf freuen wir uns alle sehr, denn dann bist du nicht länger alleine und wir sind wieder vereint.

In herzlichster Liebe und in stiller Trauer deine Familie, die das Liebste verloren hat.

Wir werden immer bei dir sein und dich niemals vergessen.

Wir lieben dich kleiner Felix

Mama Angelika, Papa Volkmar und Vanessa mit Christoffer

 

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