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04.05.2001 |
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Mein lieber Fips, jetzt bist Du schon seit knapp 5 Wochen tot und ich kann es immer noch nicht glauben, dass Du nie mehr wieder kommst, dass ich Dich nie mehr im Arm halten kann oder mir Dir spielen kann und Dein freundliches Maunzen höre. Als kleines, süßes Katzenbaby bist Du mit Deinem Brüderchen Knipsel zu uns gekommen. Ich weiß noch, was ihr für eine Angst hattet am Anfang. Ihr habt Euch zuerst unterm Schrank versteckt und es hat eine ganze Zeit gedauert, bis Ihr mal raus kamt und Euer neues Zuhause erkundet habt. Aber schnell haben wir Freundschaft geschlossen und Du wurdest ein verschmuster Kater. Es war so toll, wenn Du in meinem Bett geschlafen hast oder mit mir zusammen im Wohnzimmer gekuschelt hast. |
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Wenn ich zur Mittagpause Heim kam und die Zeitung lesen wollte, hast Du Dich immer genau an die Stelle gelegt, an der ich gerade gelesen habe, damit ich auch ja nicht vergesse, Dich zu kraulen. An meinen freien Tagen hast Du mich morgens geweckt, wenn Du mal nicht bei mir geschlafen hast. Wenn jemand von uns vom Nordseeurlaub kam und frische Krabben dabei hatte, warst Du der Erste, der am Tisch saß und etwas haben wollte. Überhaupt warst Du ein Gourmet. Du mochtest Erbsen und Möhren, Spargel und vor allem wolltest Du jeden Sonntag Dein Eierköpfchen haben, am Liebsten noch 2 oder 3. |
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Im Oktober wurdest Du auf einmal krank. Du hast Dich zurückgezogen und kaum noch bewegt. Der Tierarzt hat eine Lungenentzündung festgestellt und Dich darauf hin behandelt. Wir waren sehr oft beim Doktor und er hat Bluttests gemacht und hat sich sehr um Dich gekümmert. Als die Lungenentzündung dann wieder abgeheilt war, fingst Du endlich wieder an, etwas zu essen und kamst auch wieder zu uns zum schmusen. Aber Du warst sehr schlapp. Alle sagten, das wäre die Folge der Lungenentzündung und so habe ich versucht, Dich mit leckeren Sachen und viel Liebe wieder aufzupäppeln. Aber leider bist Du schwach geblieben. Du hast zwar Deine Streicheleinheiten sehr genossen, aber ich habe mir immer mehr Sorgen um Dich gemacht. Dann hat der Tierarzt Dich geröntgt und hat einen Tumor in Deinem Brustkorb festgestellt. Er sagte aber auch, dass man so etwas operieren kann und auch unser Onkel Männi, der auch Tierarzt ist, sagte, dass eine Operation möglich wäre. |
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Am 26.November ist mein Vater mit Dir nach Trier in die Tierklinik gefahren. Vorher, in der Nacht von Samstag auf Sonntag, hast Du, wie so oft, bei mir geschlafen und Dich im Laufe der Nacht unter die Decke verkrochen und Dich ganz eng an mich gedrückt. Ich habe Dich die ganze Nacht in den Arm genommen und Dich gestreichelt und dachte: Jetzt wird es wieder besser. Doch in der Tierklinik wurde eine CT gemacht und uns abends die niederschmetternde Diagnose mitgeteilt: Knochenkrebs. Der Arzt sagte, es wäre das Beste, Dich sofort von Deinen Qualen zu erlösen. Zwei Rippen waren sehr angegriffen und, was noch viel schlimmer war, die Wirbelsäule. Es gab nichts mehr, was Dir helfen konnte. |
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Lieber Fipsi, ich wollte es nicht, aber ich wollte auch nicht, dass Du noch mehr leiden musstest. Als der Arzt Dir die Spritze gegeben hat, lagst Du in Narkose. Ich war in Deinen letzten Minuten nicht bei Dir, und das kann ich mir nicht verzeihen. Der einzige Trost für mich ist, dass Du wenigstens nicht noch mal aufwachen musstest und die Schmerzen ertragen musstest, nur, um auf mich zu warten und dann wieder eine Narkose zu bekommen. Wir haben Dich nach Hause geholt und einen schönen Platz für Dich gefunden. Dort zünde ich jeden Abend eine Kerze für meinen kleinen Mann an. Es ist so ungerecht, Du warst doch erst 6 Jahre alt und hattest so viel Spaß am Leben. Außerdem war es das erste Mal überhaupt, dass Du krank warst. Aber was heißt das schon? |
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Mein liebes Katerchen: Ich wünsche Dir alles Gute, da, wo Du jetzt bist. Knispel und ich müssen jetzt hier unten noch eine Weile ohne Dich klar kommen. Aber dann sehen wir uns wieder. Warte so lange auf uns, mein Schatz. Mach´s gut. In Liebe, |