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1993 |
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Mein lieber Fuzi, klein seid ihr gewesen, Du und Deine Schwester Nietzsche. Und voll mit Flöhen. Gemaunzt habt ihr zwei, als ihr zu mir gekommen seid. Doch als ich euch beiden meine Hand zum schlafen angeboten habe, seid ihr eingeschlafen. Auf meiner Hand einzuschlafen war dann über 15 Jahre hinweg Glück für uns beide. Und wenn es nicht meine Hand war, auf der Du gelegen bist, dann war es mein Gesicht. Wange an Wange sind wir eingeschlummert, Dein sanftes Schnarchen im Ohr, Deine Haare in der Nase und es war einfach nur schön. Du hast mir so viele schöne, glückliche Stunden geschenkt, meiner lieber Fuzi, ich bin Dir so dankbar dafür. Ich kann mich noch so gut daran erinnern als ihr beiden noch Babys ward. Sobald ich „Tschappi, Tschappi“ gerufen habe, seid ihr angewetzt gekommen und seid mir bis zur Hüfte rauf geklettert, so als wolltet ihr mir sagen:“ Her mit dem Essen, aber rasch!“ Du hast dann, als Du schon erwachsen warst die Kletteraktion noch einmal bei Mutti gestartet. Du warst aber da kein kleiner Winzling mehr, sondern ein prächtiger, sehr gut genährter Herr – aua! Ich muss heute noch schmunzeln. Du warst mir immer so ein treuer, lieber, geduldiger, sorgender Begleiter, wenn es mir nicht gut ging, warst Du bei mir und hast mich getröstet. Du hast mich zum Lachen gebracht, wenn wir gespielt haben. Wo ich war warst auch Du – Du wolltest immer bei mir sein. Und wehe, wenn ich mir in der Früh vor dem Duschen nicht die Zeit genommen habe, Dir den Bauch mit den Zehen zu streicheln! Wenn ich Sonntag morgens meinen Kaffe getrunken habe, warst Du schon zur Stelle, hast mich mit Deinen großen Knopfaugen angesehen und gemaunzt: „He, Schoss sitzen, einmal Kaffee riechen und streicheln bitte!“ Doch am liebsten hattest Du es, wenn ich Dich gebürstet habe. Ich glaube, seit ich Dir die Flöhe alle rausfrisiert habe, konntest Du nicht genug davon kriegen. Stundenlang hast Du es einfach nur genossen, wenn ich dich gebürstet habe. Bis zum Schluss. Sogar als Du schon ganz schwach warst, bist Du noch zu mir gekommen, um Dich bürsten zu lassen. |
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Ich bin so froh, dass wir den Samstag noch in Ruhe, ohne Behandlung miteinander verbringen konnten. Ich habe mein Lager neben Deinem hergerichtet, um Dir nahe zu sein, damit Du keine Angst hast. Am Sonntag habe ich Dich gehen lassen, mein Fuzi. Ich bin froh, dass ich Dich bis zum Schluss begleitet habe, Dich bis zum Schluss gestreichelt habe. Deine Schwester hilft mir jetzt, obwohl sie Dich auch vermisst. Ich danke Dir so sehr |