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Garfield

28.04.2001
bis 13.08.2006
in Dachsenhausen

 

 

Mein lieber Garfield,

nun bist Du von uns gegangen, und ich verstehe es nicht, warum?

Du warst ein richtiger "Garfield", genauso pummelig und genauso rot, selbst Lasagne mochtest Du genauso gern wie dein berühmter Namensvetter. Mit Dir hatten wir viel Spass, ich erinnere mich gut an ein Erlebnis, das Dir sicher nicht so gut gefallen hatte... unsere Waschaktion! Du hast so gestunken, dass Mama und Papa die Nase rümpften, wenn Du vorbeistolziert bist. Wahrscheinlich hattest Du es Dir im nachbarlichen Ziegenstall oder auf einem Güllefeld gemütlich gemacht ! Ich musste Dich baden, keiner hat sich das getraut, es war eine ziemliche Wasserschlacht. Aber letztendlich habe ich gewonnen und Du warst eine Weile ziemlich beleidigt... aber nicht lange!

Oder wenn die Nachbarn anriefen: "Bei Euch ist eine Katze auf dem Dach!" Das fandest Du nämlich auch ziemlich spannend, Dir die Welt vom Dach aus anzusehen. Mit schlafwandlerischer Sicherheit bist Du dort spazieren gegangen... Zuletzt hattest Du sogar unsere Oma auf Deiner Seite, die Dir eigentlich eher immer skeptisch gegenüberstand, weil Du ein sehr eigenwilliger Kater warst, der gerne auch mal die Krallen zeigte! Aber die letzten drei Wochen hast Du bei unserer Oma viel Zeit verbracht, weil wir in Urlaub waren . Als wir wieder zuhause waren, bist Du eine ganze Weile hin und hergependelt und zwischendurch bist Du auch rausgegangen, wie immer... Freitag, den 11.8. gegen Abend rief unser Opa ganz aufgeregt, dass wir sofort kommen sollten, es wäre etwas mit Garfield!

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Da lagst Du, Schaum vor deinem Mund und dein Hinterteil wirkte wie gelähmt. Unsere Tierärztin war leider nicht zu erreichen, also packten wir den laut klagenden Garfield in einen Wäschekorb und fuhren zur Tierklinik. Unterwegs wurdest Du richtig munter und wir dachten schon, sooo schlimm kann es nicht sein, wenn Du hier noch so ein Theater veranstaltest... beim Tierarzt angekommen, machte er nach der ersten Untersuchung ein sehr bedenkliches Gesicht, schickte meine Mama und mich raus und Papa erzählte uns später, dass der Tierarzt ihm gesagt hätte, dass Du sehr schwer verletzt seiest. Ein Lungenödem wäre das schlimmste, dann wäre deine linke Hinterpfote verletzt und wenn du die nächste Nacht überleben würdest, dann könntest Du es schaffen. Die Verletzungen rührten von einem "stumpfen Trauma", auf gut deutsch bist du wahrscheinlich von einem Auto angefahren worden!

Papa sagte uns später dass Du deine Pfote noch einmal auf seine Hand gelegt hättest und wir gingen nach Hause ohne dich... in dem guten Glauben, dass Du es schaffen würdest: "Eine Katze hat doch sieben Leben!" und so ein stattliches Kerlchen wie Du... Am nächsten Tag rief meine Mutter an und erfuhr von der ebenfalls praktizierenden Frau des Tierarztes, dass es Dir besser ginge, die Atmung sei bedeutend besser, Du würdest schon wieder sitzen und überhaupt seiest du ein ganz lieber... zur Sicherheit wollte man noch ein paar Röntgenaufnahmen machen, man würde sich melden, wenn etwas Unvorhergesehenes passieren würde. Wir haben uns riesig gefreut und als am Montag Morgen, grade als wir anrufen wollten, um zu fragen, wann wir dich denn wiederholen könnten, das Telefon klingelte, sagte man uns, dass Du am Sonntag Abend gestorben seiest, plötzlich und unerwartet, wahrscheinlich an einem Lungenriss oder einer Embolie. Wir haben eine ganze Weile gebraucht, um das überhaupt zu verstehen, was uns da gesagt wurde.

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Unser Opa hat dich dann nach Hause geholt und wir haben uns alle von Dir verabschiedet. Wir haben Dich neben Basti, der schon vor zwei Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen ist, begraben... dein Bild steht in unserem Schrank und oft brennt eine Kerze dort.

Wir zwei waren ein unschlagbares Team und wir alle werden Dich nie vergessen!

Dein Felix, aber auch Lucas sowie Mama und Papa, Oma und Opa

 

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