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Lucky

April 1990
bis 12.10.2007
in Köln

 

 

Lucky, mein Engel, am 12.10.2007 mußten wir Dich nach 17 1/2 gemeinsamen Jahren gehen lassen. Es hat mich zerrissen. Du hinterläßt eine Leere in meinem Leben, die nicht zu füllen ist.

Du kamst als winziger Kater, Sohn eines Wildkaters mit 10 Wochen zu uns. Du warst da schon voller Selbstbewußtsein und kein bißchen ängstlich. In den nächsten Monaten stellte sich jedoch heraus, dass Du die Wildgene Deines Vaters geerbt hattest. Nach drei Jahren vergeblicher Müh, Dich zu zähmen, holten wir eine Gefährtin für Dich nach Hause. Elli, ein sanftes anschmiegsames Mädchen. Von diesem Zeitpunkt an warst Du der liebste, verschmustete, aber auch stolzeste Kater, den man sich wünschen konnte.

Du bekamst mit 8 Jahren Wasser in der Lunge, mit 11 Jahren Spondylose. Dir wuchs das Rückrat zusammen und die Schübe waren stets schmerzhaft. Doch mit guter Homöpathie und unserer Pflege hast Du es gut gemeistert. Vor einem Jahr stellte der Arzt bei der jährlichen Routineuntersuchung fest, dass Du an chronischer Niereninsuffienz leidest. Wir dachten, wir hätten trotz allem noch viel Zeit mit Dir. Im August teilte uns der Arzt mit, dass Deine Blutwerte stetig schlechter wurden und wir uns mit dem Gedanken des baldigen Abschiedes vertraut machen sollten. Er gab eine vorsichtige Prognose bis Oktober ab. Du hattest jedoch noch so viel Stärke und Lebensmut und wir wollten es nicht glauben. Doch fingen wir an, uns mit dem Thema Abschied zu befassen.

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So war es dann auch: Am 7.10. zogst Du Dich ins Badezimmer auf Deine geliebte Badematte an der Heizung zurück und hast fünf Tage lang kaum Deinen Platz verlassen, bis auf die Fahrten zum Arzt. Deine Hinterbeine versagten und Du hattest kaum noch Kontrolle über diese. Du hast weiterhin gut gefuttert, bist auf die Toilette gegangen, aber Deine Beine versagten immer mehr. Der Arzt vermutete Zucker oder aber einen eingeklemmten Nerv im Rücken. Das war es aber nicht. Deine Nieren konnten nicht mehr.

Da du stets einer überaus stolzer Kater warst, hatten wir Dir immer versprochen, Dich nicht leiden und in Würde gehen zu lassen. Am Freitag morgen, den 12. Oktober 2007 um 7 Uhr trafen wir die Entscheidung, die die schwerste in meinem Leben war. Wir fuhren mit Dir um 8.30 Uhr zum Tierarzt und um 9 Uhr bekamst Du die Narkosespritze. Du schautest uns an und wir wußten, dass Du mit dieser Entscheidung einverstanden warst.

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Du schliefst ganz sanft ein; Deinen Kopf leicht schräg auf den Vorderpfoten und den Schwanz um dich gelegt. Nach 10 Minuten bekamst Du die Spritze, die Dich auf den Weg ins Regenbogenland brachte. Wir hielten Dich im Arm und sagten Dir noch einmal, wie sehr wir Dich lieben. Es war so wunderschön, Dich so sanft gehen zu lassen, es war aber auch so grausam.

Die ersten Tage ohne Dich waren die Schlimmsten in meinem Leben. Es war ein Stück aus mir herausgerissen worden und ich war kaum in der Lage, meinen Alltag zu bewältigen. Nun sind drei Wochen um und in mir ist eine dumpfe Trauer geblieben. Ich vermisse Dich so sehr, dass es mir körperlich Schmerzen bereitet. Ich muß jedoch nach vorne schauen, denn Deine Elli ist noch bei uns und braucht uns jetzt umso mehr.

Ich weiß, dass Du von oben zu uns herabschaust und möchtest, dass wir uns mit einem Lächeln an Dich erinnern und nicht nur mit Tränen. Du möchtest, dass wir uns um Dein kleines ängstliches Mädchen kümmern, denn zeitlebens hast Du sie immer beschützt. Sie geht gar nicht mehr raus, denn jetzt hat sie Dich nicht mehr an ihrer Seite, der sie beschützt. Aber keine Sorge, wir beschützen sie. Ihr wird nichts passieren.

Wir haben Dich einäschern lassen und die Urne steht nun in Deinem Lieblingszimmer auf der Kommode, genau gegenüber dem Fenster, an dem Du jeden Morgen gesessen hast.

Über unserem Haus leuchtet jede Nacht ein besonders heller Stern. Ich weiß, dass Du es bist und es gibt mir Kraft und die Gewissheit, dass es Dir jetzt, dort wo Du bist, gut geht.

So, wie ich Dich kenne, hast Du bestimmt schon das ganze Regenbogenland als Dein Revier markiert. Ich muß lächeln, wenn es regnet. Denn ich glaube, dass kommt davon, weil Du soviel markierst.

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Ich freue mich schon jetzt auf den Zeitpunkt, wenn wir uns wieder sehen, ich Dich wieder spüren kann und meine Nase in Dein weiches, so gut riechendes Fell stecken kann.

Lucky, ich liebe Dich und werde Dich immer in meinem Herzen tragen. Du warst einzigartig.

Ich danke Dir, dass ich ein Teil Deines Lebens sein durfte. Du hast mich so glücklich gemacht.

Deine Claudia

 

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