Muffin

03.06.2009
bis 02.08.2010
in Zürich

 

 

Lieber Muffin,

Ich bin immer noch schockiert, wie schnell alles ging.

Am 8. September 2009 sind wir von unseren Ferien zurückgekehrt und haben dich, trotz langer Reise und Jetlag, und unsere zweite Katze Fluffy abgeholt. Du warst sehr scheu in den ersten Tagen und hast dich gerne hinter den Schuhen verkrochen. Schnell fandest du das Vertrauen zu meinem Mann und mir und saßt mir täglich auf dem Schoss, um gekrault zu werden oder TV mit uns zu sehen. Jedes Mal, wenn wir für ein Wochenende weg gingen, hatte ich große Angst um euch, trotz dass ihr immer versorgt wart und Freunde von uns nach euch geschaut haben.

Am Anfang schliefen unsere Freunde sogar bei uns, damit ihr auch keinen Tag alleine sein musstet. Hunderte von Mäusen und anderes Spielzeug haben wir euch gekauft und mit großer Freude wurdest du kleiner Muffin groß und dein Fell wurde wunderschön buschig.

 

An einem Dienstag fiel mir auf, dass du keinen Hunger hast. Du warst immer ein Vielfraß und hast immer aufgegessen und gewartet, dass du die Reste von deiner Freundin Fluffy haben konntest. Manchmal warst du so gierig, dass du in die Wand gerannt bist, nur um als erster beim Futternapf zu sein. Wir haben bis Donnerstagmorgen gewartet, um zu sehen ob dein Zustand sich bessert, du hattest schon mal keinen Appetit als Baby und dies konnte innerhalb dem gleichem Tag mit Antibiotika geheilt werden.

Auch an diesem Donnerstag dachten wir, dass wir Tabletten erhalten werden und dich sofort nach Hause nehmen können und du wieder der alte sein wirst. Wir erfuhren dann, dass du kleiner Muffin völlig ausgetrocknet seist und an eine Infusion musst. Es könnte eine tödliche Krankheit sein. Ich konnte dies nicht glauben, dachte immer noch, dass kann nicht sein. Am gleichen Tag erhielten wir die Auswertung, es war die trockene Form von FIP, welche nicht heilbar ist. Es gab Artikel die belegten dass vereinzelte Katzen wieder genesen, ich glaubte du gehörst zu denen. Dein Zustand nach der Infusion und Schmerzmittel war deutlich besser, ich schöpfte wieder Hoffnung. 
Wir durften dich mit den nötigen Medikamenten übers Wochenende nach Hause nehmen. Am Samstagmorgen wurdest du noch einmal untersucht, deine Leber war bereits befallen und dein rechtes Auge hatte eine Entzündung. Der Sonntag war sehr schlimm, du warst ganz schwach und wolltest nichts essen. Nur getrunken hast du plötzlich wieder. Von nur zwei Tagen hat sich dein Zustand drastisch verschlechtert, trotz Medikamente.

Am Montagmorgen konntest du kaum noch richtig gehen, trotzdem hast du dich auf deine Toilette geschleppt, da du immer ein reiner Kater warst. Ich habe dich dann wieder in unser Bett getragen.
Das war dein Krankenbett für diese kurze und schlimme Zeit. 

Montagabend riet der Arzt ich solle dich gehen lassen. Ich stimmte zu und als du gestorben bist, hätte ich dich am liebsten zurückgeholt, aber du warst so schrecklich krank und hast nichts mehr wahrgenommen.

Heute ist Dienstag, ich konnte nicht zur Arbeit gehen, fühle mich als würde sich die Welt ohne mich weiterdrehen. Wir vermissen dich so schrecklich. Du wurdest nur 1 Jahr und knapp 2 Monate. Du warst ein wunderbarer, lieber, verschmuster, treuer und wohlerzogener Kater, wir werden dich niemals vergessen.

Ich hoffe es geht dir gut und du weißt wie sehr wir dich geliebt haben.

In Liebe Patricia & Andrew & Fluffy

 

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