Othello

25.08.1990
bis 16.03.2008
in Schnaittach

 

 

Heut ist ein Tag voll Sonnenschein –
das freut mich nicht, mir fällt da nur ein:
Wie gern hätt´ Othello sich da auf den Balkon begeben,
um sein Köpfchen genussvoll in die Luft zu heben,
schnuppert dann freudig an der frischen Luft,
jedes Mal aufs Neue, als wär´s ein besonderer Duft.

Mir fällt es schwer, die Wohnungstür aufzuschließen,
denn Othello ist nicht da, um mich zu begrüssen.
Will ich mich auf das Sofa legen,
wird mir bewusst, Othello fehlt daneben!
Die Morgenstunden im Bett sind für mich voll Leid,
denn das war immer Othello´s Kuschelzeit:

Mir fehlt, wie er seine Pfote über meinen Arm legt,
so hält er mich fest,
mir fehlt sein Schnurren dabei, das mein Herz
sich freuen lässt!
Mir fehlt es, wenn Othello mich in die Küche führt
und dabei immer wieder einen Blick über
die Schulter riskiert,
ob ich ihn auch wirklich dorthin begleite,
das war immer schön, ´ne wahre Freude!

 

 

 

 

Mir fehlt, wenn Othello mit dem Tischtennisball spielt
und nach ihm springt,
mir fehlt, wenn sein Miauen in meinen Ohren klingt!
Mir fehlt, wenn Othello verschmust seine Stirn an
meine drückt,
mir fehlt, wenn er mich treuherzig aus seinen
schönen blauen Augen anblickt!

 

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