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März 1994 |
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Hiermit möchte ich mich von meinem geliebten Rüdiger (genannt Rudi) verabschieden. Es ist keine besondere und ebenfalls nicht super traurige Geschichte aber für mich und Rudis Freunde auf jeden Fall diese trostspendende Seite wert.
Im Frühjahr 1994 brachte meine damalige Freundin Rudi zu mir nach Hause (er war ca.4-6 Wochen alt, also nur handgroß): "Ich kann ihn nicht länger bei mir behalten, Tochter und ich sind allergisch gegen Katzenhaare, nimm Du ihn erst mal zu Dir!" Nach ca. 6 Wochen fragte ich Sie, ob Sie sich überhaupt die Mühe gemacht hat für ihn ein schönes Zuhause zu suchen? So schockierend wie ihre Antwort fiel auch meine Entscheidung aus: Katze ja; Freundin + Anhang nein!!! |
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So begann unsere gemeinsame Geschichte; es galt einen passenden Namen für den frechen kleinen zu finden, denn verliebt hatte ich mich natürlich sofort in meinen neuen Untermieter! Damals lief im TV die Kindersendung: „Rüdiger der Vampir“ Das war der passende Name, so oft wie er mich beim Spielen “verhauen“ hat. Ich war für ihn immer Dosenöffner (lief mir nach wenn ich Leckerchen rief), Papi (beim Schmusen) aber hauptsächlich Spielkamerad bzw. Spielkatze! Über Papi herzufallen, wenn ich auf allen Vieren in der Wohnung herum kroch war für ihn das aller größte! Nachdem wir gemeinsam unsere (meine!) Wunden geleckt haben waren wir total k.o. und es musste erst mal gekuschelt werden. |
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So verliefen in der Regel unsere gemeinsamen
Tage/Abende (auch wenn manches mal eine weitere “menschliche,
weibliche“ Katze dabei war).
Nach 10 Jahren gab es zum ersten Mal ein ernstes Problem: die Zähne. Zwei der großen Vampir–Zähne waren vereitert und mussten heraus operiert werden! Als ich Rudi nachmittags abholte sagte die “Katzenpiekserin“, dass der tapfere Kleine nicht mehr aufwachen wollte und 1 Stunde von ihr reanimiert wurde! Niemals in meinem Leben war ich einem Menschen so dankbar!!! |
| Nach weiteren 6 Jahren unseres gemeinsamen, erfüllten Lebens kam der Januar 2010. Die letzten Tage mit meinem Lebensstern!!! Ein Tag wie jeder andere dachte ich, aber auf einmal hast du heftig und viel erbrochen und wolltest danach fast nichts mehr essen. Nach der Aufbauspritze und wiederum ein paar Tage später, nach einer letzten, weiteren, notwendigen Zahn OP, torkelste du durch die Wohnung, hast sogar gegessen und danach prima AA gemacht Aber es war dein letztes aufbäumen! Deine Nieren konnten das alles nicht mehr schaffen. 3 Tage später wurdest du von der „Piekserin“ auf meinem Schoss in den Schlaf geschickt. Danach haben wir einen schönen Erinnerungs-Altar um dich herum aufgebaut und bei dem letzten Pieks bist du in meinen Armen ins Licht gegangen. |
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Was bleibt ist die Erinnerung: Hast mich zärtlich in
den Nacken gebissen, wenn ich zu lang Computer gemacht hatte. Deine
Kommunikation war einmalig: Was sagtest du immer zu mir: mffft
mmfffffft mffft oder: maggggagggaaahhh - ich hab es immer noch in
meinen Ohren!
Du wirst immer und ewig meine Sternschnuppe sein. In tiefer und inniger Liebe Dein Olli |