Daisy

 August 1996
bis 06.01.2010
in Osnabrück

 

 

Mein kleiner schwarzer Teufel!

Nie werde ich vergessen als ich Dich zum ersten Mal sah. Wir hatten damals eine Katze aus dem Tierheim, der wir einen Kameraden geben wollten. Ein Bauer aus der näheren Umgebung erzählte uns, dass seine Katze am Pferdestall schon seit Tagen nicht zu sehen war. Und als er eines Morgens in den Stall ging, kamen ihm 3 kleine schwarze Miezen entgegen gelaufen. Zarte 5 Wochen alt wart ihr ungefähr. 2 wollte er wohl behalten und so beschlossen wir, wir kommen und suchen uns Dich als unsere Zweitfellnase aus.

Wir kamen in den Stall und da wart ihr... alle 3, ihr wart sooo klein und sooo süß!!! Und Du kamst sofort angelaufen, hast die Hose Deines zukünftigen Herrchens als Leiter benutzt, bis zur Schulter hoch und damit war es bereits entschieden. Oh man was war Fritzi beleidigt! Aber ganz schnell hat sie Dich in ihr Herz geschlossen und ihr wart Jahrelang unzertrennlich. Mit Haferflocken und Dosenmilch haben wir Dich aufgezogen und Fritzi hat Dir die Mütterliche Katzenwärme gegeben. Ihr wart so Göttlich! Als 2002 Fritzi Dir vorausgehen musste über die Regenbogenbrücke warst Du so traurig. Tagelang hast Du sie gesucht in jeder Ecke auf Euren Lieblingsplätzen, überall. 

13 1/2 Jahre durftest Du alt werden. Du warst nie krank, bis uns kurz nach Weihnachten 2009 auffiel, das irgendetwas anders war an Dir. Du wolltest nicht mehr richtig fressen, hast so komisch gehechelt und Du hattest auf einmal eine sehr ungewohnte Art Dich hinzulegen, irgendetwas passte nicht, wir waren alarmiert. Charlene weinte bitterlich aus Angst um Dich. Also beschlossen wir am nächsten Morgen zum Tierarzt zufahren.

An dem Abend ging es Dir immer schlechter und Du hast mich so kläglich angesehen, ich habe Dich hochgenommen und auf mein Bett gelegt, wo Du immer bei mir lagst. Niemals hätte ich gedacht, dass das unsere letzte Nacht sein sollte.  Ich konnte nicht schlafen und habe Dich die ganze Nacht im Mondlicht beobachtet, ich hatte so Angst, aber ans Sterben, an Dein Sterben, habe ich nicht gedacht, aber ich ahnte was, es war so schrecklich!

Der nächste Morgen, ein schmerzlicher Abschied von Deinem jungen Frauchen, denn auch sie ahnte mittlerweile, dass sie Dich nicht mehr wieder sieht. Du wurdest geröntgt, Du hattest Wasser in der Lunge Du gucktest so jämmerlich ich wollte Dich nicht leiden lassen. Während mir unaufhörlich die Tränen liefen wurde Dir die Narkosespritze gesetzt. Du hast mich so Vertrauensvoll angesehen und ich habe mich so schlecht gefühlt darüber dass ich Gott spielen musste. Ich habe Dich gestreichelt und mit Dir gesprochen, ich war da. Und dann war es vorbei... und ich bin weinend zusammen gebrochen.
Die Ärztin gab uns beide ein paar Minuten damit ich Abschied nehmen konnte. Mit dem leeren Korb dann in ein leeres Zuhause, da stand Dein Fressen, was ich Dir morgens noch gegeben habe, Dein Klöchen so leer, Dein Lieblingsplatz leer und Du? Du warst tot... unvorstellbar. Nie wieder kommst Du uns entgegen wenn wir nach Hause kommen, nie wieder kuschelst Du Dich an meinen Beinen und wachst über mich in der Nacht oder wenn ich krank oder traurig war. Es waren schmerzvolle Wochen bis jetzt.

Wir konnten die Stille der Wohnung nicht ertragen, eine Woche nach dem Du uns verlassen musstest haben wir Princess zu uns geholt, ich bin sicher Du hast sie uns geschickt, so viele kleine Zeichen können kein Zufall sein. Und auch Princess wird einen neuen kleinen Fellfreund in ein paar Wochen bekommen.

Vor 2 Wochen waren wir im Rosengarten und haben Dich besucht und eine Kerze hingestellt, hast Du uns gesehen? Pass gut auf Dich und auf Fritzi auf meine Süße. Irgendwann werden wir uns wieder sehen und dann müssen wir uns nie wieder trennen. Wir lieben Dich von Herzen.

Nach jedem Dunkeln kommt ein neuer Morgen.

Danke, dass es Dich/Euch gegeben hat.

In Liebe Dein Frauchen Sabine, Charlene,
Carrie-Ann und Dein Herrchen Markus

 

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