![]() |
13.06.1992 |
|
|
|
Nun sitz ich hier und fühl mich so allein. Und frag mich immer wieder:
„Wie kann das Leben nur so grausam sein?“
Liebe Miezi, wir haben so lange um Deine Gesundheit/Dein Leben gekämpft, doch die Krankheit in Dir war leider stärker. Nach der Operation und Entfernung des Tumors im Dezember letzten Jahres hattest Du Dich so schön erholt und wir hatten Hoffnung. Leider kam ein neuer Tumor, der Dich viel Kraft und all Deine Reserven kostete. All unsere Versuche, Dich gesunden zu lassen, scheiterten leider. Schweren Herzens entschieden wir uns für Deine Erlösung. |
|
|
|
Nun bist Du nicht mehr bei uns, Deine Lieblingsplätze bleiben leer. Immer, wenn ich daran vorbeikomme, sehe ich Dich in Gedanken
und ich kämpfe mit den Tränen.
Mein Herz blutet und ich vermisse Dich so wahnsinnig doll. Kein Schnurren mehr, keine freudige Begrüßung beim Nachhausekommen, kein Kuscheln, kein kleiner Gouda-Dieb am Tisch mehr… |
| Deine Erlösung war eine reine Kopfentscheidung mit dem festen Glauben, Dich lieber gehen zu lassen als Deine Qualen zu verlängern. Unser Herz wollte anders entscheiden, aber Deine Krankheit ließ uns leider keine Wahl. | |
![]() |
Verzeih mir bitte, wenn ich ab und an vielleicht nicht so viel Geduld mit Dir hatte, vielleicht mal schimpfte oder Dich alleine zu Hause lassen musste, um Dein Futter zu verdienen. Jede Minute, die ich mit Dir hatte, habe ich genießen können und jede davon war besonders wertvoll. In Liebe, |