Pepsi

12.07.2001
bis 10.08.2008
in Allschwil

 

 

Meiner kleinen süssen Pepsi-Maus in unendlicher Trauer

Sieben Jahre lang hast Du mit Deiner Schwester Cola unser Leben geteilt. Wir haben Dich aus Hamburg geholt und von da an war alles anders. Du hast zwei Umzüge mit uns überstanden und hast es geliebt auf dem Balkon den Wind um Dein süsses Näschen streichen zu lassen. Du hast geschlossene Türen verabscheut, Dich lautstark darüber beklagt und gelernt diese für Dich und Dein Schwesterchen zu öffnen. Du hattest Angst vor jedem unerwarteten Geräusch und der Staubsauger war Dein erkorener Feind.

Du hast bestimmt, wann Du Nähe wolltest und bist dann auf meinen Brustkorb gesprungen und hast Dich schmusen lassen. Ich habe Dir in den Momenten immer gesagt wie lieb ich Dich habe und Du hast geblinzelt als verstündest Du jedes Wort. Ich vermisse Dein Geschnodder, wenn Du die Vögel vor dem Fenster entdeckt hast. Ich vermisse Dein Maunzen, wenn ich euch Thunfisch portioniert habe und es Dir nicht schnell genug ging. Ich vermisse Dein stolzes Miauen, wenn Du uns ein Spielmäuschen gebracht hast. Ich vermisse Dein kahles Kinn, weil Du Dich so gern überall daran gerieben hast. Ich vermisse Deinen weissen Fleck am Bauch, der besonders flauschig war. Ich vermisse Dein Schnurren, Deinen Geruch, Deine Nähe. Ich vermisse Dich so sehr und ich kann nicht glauben, dass unsere Zeit schon für immer vorbei sein soll!!! Ich dachte wir würden noch lange so glücklich miteinander sein – falsch gedacht.

Am 10. August 2008 morgens nach 5.00 Uhr wurde ich durch ein Geräusch geweckt. Ich werde nie das Röcheln vergessen, es war so entsetzlich. Du hast einen Herzschlag erlitten. Ich rannte sofort zu Dir, weil ich dachte, Du wärest gestürzt und hättest Deine Zunge verschluckt. Du lagst auf dem Rücken und bewegtest Dich nicht mehr. Ich nahm Dich in die Arme und legte Dich aufs Bett voller Panik, aber Du warst schon tot. Dein kleiner Körper war ganz schlaff und ich begriff, dass Du für immer gegangen warst. Ich schrie und weinte und mein Herz wollte brechen. Alles kam so plötzlich und es gab keine Anzeichen. Du warst doch gesund und noch so jung.

Und doch bin ich dankbar, dass wir da sein durften. Du bist nicht allein gestorben und wir müssen uns nie fragen, ob Du in den letzten Minuten leiden musstest und nach uns gerufen hast.

Mit Deinem Tod ist auch ein Teil von mir für immer gestorben. Ich danke Dir für jeden einzelnen Tag, den wir mit Dir verbringen durften. Du fehlst mir mehr als ich sagen kann. Wir haben Deine Asche in einer Urne im Schlafzimmer aufgestellt, denn diesen Raum liebtest Du am meisten. Abends zünde ich eine Kerze vor einem grossen Bild von Dir an und manchmal rede mit Dir. Ich erzähle Dir wie sehr Du uns fehlst und wie leer es ohne Dich ist. Das wir stark sein werden für Cola und dann breche ich in Tränen aus. Nichts kann mich trösten, denn tief im Inneren weiss ich, dass Du nie mehr wiederkommst.

Meine süsser Schatz, ich vermisse Dich so sehr. Nichts kann die Lücke, die Du in meinem Herzen zurückgelassen hast, schliessen. Ich danke Dir für Deine Liebe und für Deine Geduld und ich fühle mich geehrt, dass Du ein Teil unserer Familie gewesen bist und für immer sein wirst. Ich bete so sehr darum, dass wir Dich eines Tages wieder sehen dürfen und wir uns dann nie mehr trennen müssen.

In ewiger Liebe
Mama Maren, Papa Jörg und Cola

 

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