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Das Leben
Die Zeit verging und Tommy und Gina wurden erwachsen. Tommy war ein
richtig stattlicher Knuddelkater und wahnsinnig anhänglich. Gina ließ
sich zwar streicheln, aber kuscheln kam sie nie richtig. Die beiden
verstanden sich gut, spielten miteinander und prügelten sich auch mal.
Dreimal sogar so schlimm, dass ich die beiden trennen musste und sie
erst nach ein bis zwei Wochen mit intensiver Beschäftigung wieder
zusammenbringen konnte. Dies passierte immer nach einem Tierarztbesuch,
so dass ich es möglichst vermied mit ihnen zum Tierarzt zu gehen.
Gina war die Expertin fürs Türaufmachen und vor Tommy war kein
Schrank sicher. Er bekam wirklich alles auf! Er war wie ein kleines
Kind. Wenn man nach Hause kam, konnte man erst mal wieder die Schränke
einräumen, die er ausgeräumt hatte. Ich werde nie vergessen, wie ich
nach Hause kam und lauter Papierschnipsel vor meinem Schreibtisch sah.
Als ich den Papierhaufen näher betrachtete, sah ich, dass Tommy 2 1/2
Jahre meines Berichtsheftes (für die Ausbildung) vernichtet hatte! Oh
man, da war ich aber wirklich sauer, denn leider hatte ich keine
Sicherung davon gemacht! Aber wie immer konnte ich ihm nicht wirklich
lange böse sein. Tommy war einfach mein ein und alles und ich liebte
ihn mehr als alles andere auf der Welt.
Im Januar 2003 entdeckte ich dann an Tommys Schwanz eine Beule. Diese
wurde immer größer, so dass wir im März dann zum Tierarzt gingen. Es
sei eine Zyste, nichts bösartiges, dennoch wollte ich, dass sie
entfernt wird. Tommy wurde kurzfristig dann auch operiert und zu Hause
war es der reinste Horrortrip. Tommy und Gina mussten wieder getrennt
werden und zudem riss sich Tommy den Verband immer wieder vom Schwanz.
Zweimal musste der Verband vom Tierarzt erneuert werden und auch der
Plastikschutz, den er um den Hals bekam hielt ihn nicht davon ab. Gott
sei dank war ich während dieser Zeit zu Hause!
Aber auch das verheilte und unser Leben verlief normal weiter. Wir
hatten eine verdammt gute Zeit. Es gab für mich nichts schöneres, als
zu Hause bei Tommy zu sein und mit ihm zu kuscheln. Ich genoss unsere
gemeinsame Zeit mehr als alles andere auf der Welt und nichts machte
mich glücklicher.
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